{"id":448,"date":"2024-11-20T08:17:23","date_gmt":"2024-11-20T07:17:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.relsberg.de\/?page_id=448"},"modified":"2025-03-13T17:38:29","modified_gmt":"2025-03-13T16:38:29","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.relsberg.de\/index.php\/gemeinde\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Name<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ortsname setzt sich zusammen aus dem Grundwort&nbsp;-berg oder -burg und aus dem Bestimmungswort Regil. Das Wort Regil ist als ein Personenname anzusehen. Das Bestimmungswort kann auf eine Burg hindeuten, zumal in fr\u00fcheren Jahrhunderten der Name gelegentlich auch mit dem Grundwort&nbsp;-burg vorkam. Wenngleich heute keine Burg bei dem Ort nachzuweisen ist, k\u00f6nnte er dennoch bei einer inzwischen vollkommen verschwundenen Burg entstanden sein. Der Name bedeutete demnach Burg des Regil. Zuerst erscheint der Ortsname als Reilsperg in einer Originalurkunde aus dem&nbsp; Landesarchiv Speyer, die zwischen 1432 und 1462 ausgestellt wurde. Weitere Namensformen kommen u. a. vor: Relsburg (vor 1491), Relspergck (1555), Reylsberg (1560), Regelspurg (1565), R\u00f6lsberg (1824)&nbsp; (Vgl. Dolch\/Greule 1991 S. 386)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wappen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das&nbsp;Wappen zeigt auf gr\u00fcnem Grund \u00fcber einem silbernen Dreiberg zwei gekreuzte silberne \u00c4hren. Diese Darstellung soll auf die Lage des Dorfes in der gebirgigen Gegend hinweisen und auf die Landwirtschaft, die bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als Haupterwerbszweig galt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geschichte<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vor- und Fr\u00fchgeschichte<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Stein- Bronze- und Eisenzeit liegen uns direkt aus dem Bereich der Gemarkung Relsberg keine Nachrichten \u00fcber Funde vor. Dennoch war in der Vorzeit das Gebiet rings um den Ort von Menschen bewohnt. In der Gemarkung der Nachbargemeinde Ein\u00f6llen wurden, im Grenzbereich zur Gemarkung von Relsberg hin, im fr\u00fchen 20. Jahrhundert 15 Steinbeile gefunden. Au\u00dferdem sollen mehrere Grabh\u00fcgel aus diesem Bereich inzwischen verschwunden sein.<a><\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mittelalter<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein genauer Zeitpunkt f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Ortes ist nicht festzustellen, wahrscheinlich entstand die Siedlung erst im hohen Mittelalter, vielleicht im 12. Jahrhundert um eine damals bestehende Burg. 1258 wird ein ein&nbsp;Ritter Godfried von Rulsberg genannt, der ein Burgmann auf der Burg Lichtenberg war und als Zeuge in einer Urkunde des&nbsp;Grafen von Veldenz erscheint. Diesen Hinweis gibt nur Michael Frey ohne Quellenangabe und ist deshalb nicht nachzupr\u00fcfen. Ansonsten war die Ortsgeschichte eng mit der Geschichte des unweit entfernt gelegenen Ortes Reipoltskirchen verbunden. (s. dort) Danach geh\u00f6rte er im 14. Jahrhundert den&nbsp;Grafen von Hohenfels, im 15. Jahrhundert zu der Herrschaft Hohenfels-Reipoltskirchen. Nach alten Urkunden besa\u00df das Kloster&nbsp;Otterberg umfangreiche Rechte in Relsberg. So hei\u00dft es in einer Zusammenstellung der Abgaben, die dem&nbsp;Kloster&nbsp;zu leisten waren: &#8222;Item zu Reilsperge h\u00e4n wir ein Dritteil am Zehenden&#8220;. (1432-1462) Aus einer Rechnung, die um 1555 ausgestellt wurde, wird ein &#8222;Peter von Relspergck&#8220; erw\u00e4hnt, der f\u00fcr eine bestimmte Menge Wachs zwei Albusse zu zahlen hatte.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Neuzeit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein bedeutender Herr von Reipoltskirchen im 16. Jhd. war Johannes, der als junger&nbsp;Ritter&nbsp;zeitweilig das Heer Franz von Sickingens anf\u00fchrte. Seine Schwiegertochter Amalia heiratete in zweiter Ehe den&nbsp;Grafen&nbsp;Philipp I. von Leiningen-Westerburg, der in allen seinen Besitzungen und auch in der Herrschaft Reipoltskirchen die&nbsp;Reformation&nbsp;einf\u00fchrte. Amalie vermachte 1603 die Herrschaft Reipoltskirchen ihren Br\u00fcdern Sebastian (\u2020 1619) und Emich (\u2020 1628). In der Folgezeit kam es zu weiteren Aufteilungen der Herrschaft, die dadurch oft mehreren Herren unterstand, in sich aber ein geschlossenes territoriales Gebilde blieb. Zu nennen sind die Herren von L\u00f6wenhaupt und von Manderscheid-Keil, der&nbsp;Freiherr&nbsp;von Hillesheim (\u2020 1748), der Graf von Ellradt (\u2020 1767), schlie\u00dflich Caroline von Isenburg, eine nat\u00fcrliche Tochter von Carl Theodor, dem letzten&nbsp;Kurf\u00fcrsten&nbsp;von der Pfalz.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Neueste Zeit<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Franz\u00f6sische Revolutionstruppen nahmen 1793 die Herrschaft Reipoltskirchen in Besitz und damit auch das Dorf Relsberg. Die Bev\u00f6lkerung musste sich an der Zahlung von&nbsp;Kontributionen&nbsp;beteiligen. 1799 l\u00f6ste Frankreich die alten Herrschaften auf, damit auch die Herrschaft Reipoltskirchen. Relsberg geh\u00f6rte nun innerhalb der Franz\u00f6sischen Republik zur Mairie Hefersweiler, zum Canton Wolfstein, zum Arrondissement Kaiserslautern und zum D\u00e9partement Donnersberg. Nach der R\u00fcckeroberung des linksrheinischen Deutschlands 1814 durch preu\u00dfische, \u00f6sterreichische und russische Truppen fiel&nbsp;die Gegend nach einer \u00dcbergangszeit an das K\u00f6nigreich Bayern. Relsberg lag nun innerhalb des Baierischen Rheinkreises im Kanton des Landcommissariats Kusel und geh\u00f6rte zur B\u00fcrgermeisterei Hefersweiler. Das Dorf blieb bei Bayern bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und kam dann in der Bundesrepublik Deutschland zum Land Rheinland-Pfalz. Bei der Territorial- und Verwaltungsreform von 1968 wurde es innerhalb des Landkreises Kusel im Jahr 1972 als selbstst\u00e4ndige Ortsgemeinde der neu gegr\u00fcndeten Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein zugeordnet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bev\u00f6lkerung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis ins 20. Jahrhundert hinein lebte der gr\u00f6\u00dften Teil der Bewohner von der Landwirtschaft. Allerdings zogen auch von hier, wie aus vielen anderen Orten des Westrichs, Musikanten aus, um in der weiten Welt ihr Brot zu verdienen. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Erwerbst\u00e4tigen muss heute zur Arbeit auspendeln, u. a. nach Kaiserslautern, Wolfstein, Lauterecken. Fr\u00fcher bestanden innerhalb des Ortes geringe Erwerbsm\u00f6glichkeiten neben der Landwirtschaft durch das Handwerk, auch in benachbarten Steinbr\u00fcchen und Bergwerken. W\u00e4hrend das ganze 19. Jahrhundert hindurch ein best\u00e4ndiger Anstieg der Bev\u00f6lkerungszahlen festzustellen war, kam es im 20. Jahrhundert zun\u00e4chst zu einem allm\u00e4hlichen, zuletzt aber zu einem gravierenden Abstieg. W\u00e4hrend um um 1900 etwa 300 Einwohner gez\u00e4hlt wurden, leben jetzt rund 200 Menschen im Ort, so viele wie zu Beginn des 19. Jahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.regionalgeschichte.net\/pfalz\/relsberg\/geschichte.html\">https:\/\/www.regionalgeschichte.net\/pfalz\/relsberg\/geschichte.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Name Der Ortsname setzt sich zusammen aus dem Grundwort&nbsp;-berg oder -burg und aus dem Bestimmungswort Regil. Das Wort Regil ist als ein Personenname anzusehen. 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